black_cat
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Midnight Raven



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Ein Mädchen einst, vor langer Zeit

Wusste nicht, wer um sie weint

Wollte nicht wissen was man über sie denkt

Und nie, wer ihr Vertrauen schenkt’

 

Sie verlor ihr ganzes Leben, die Kraft

Nur weil man ihr dies erzählt hat:

‚Jeder Mensch ist von sich aus sündig

Doch nicht mal zum sterben bist du es würdig’

 

Jahrelang ging diese Qual

Und irgendwann stellte man sie vor der Wahl

Das Leben vergessen, wie sie es kannte

Oder neu beginnen, wie man es nannte

 

Die Entscheidung war nicht schwer zu fällen

Sie ließ los, und musste feststellen

Dass es doch nicht so war, wie’s ihr mal gesagt

Und es einen Menschen gab; er war für sie gemacht

 

Es war schwer zu sagen, was mit ihnen passiert’

Nur wusste, war er weg, dann würd’ sie alles verlier’n

Weg ging er nicht, doch schloss sie ihn ein

In ihre Welt, in ein Raum schwarz und klein

 

Doch dann ging es los, es fiel alles zusammen

Die Hände versuchten ihre Seele zu verbannen

Zwei starben dabei, und eine ganz schwach

Und die Hände, sie hatten dann wieder die Macht

 

Doch jetzt, ein Vogel, eine kleine Melodie

Vertrieb das Böse, wiederkommen soll sie nie

Das Leben war herrlich, war wunderschön

Doch der ganze Spaß hatte sie doch verwöhnt

 

Denn tief in ihr bahnte sich einen teuflischen Sturm an

Die Hände hatten ihre Arbeit getan

Zwei Wesen erwachten, und Stimmen dazu

Die ihr noch flüsterten: ‚Wir schauen dir zu’

 

Denn jetzt Tag und nacht hörten sie nicht auf

Dieses Flüstern, dieser Hass, sie bestanden darauf

Sie wahnsinnig zu machen, so wie noch nie

Doch die Stimmen konnte sie nicht entfliehen

 

Denn wie kann man von sich selber wegrennen?

Deinen eigenen Körper kannst du nicht verbrennen

Also blieb sie wehrlos gegen den Wahnsinn

Es geschah in ihrem eigenen Käfig drin

 

Die zwei, auferstanden, kämpften um Macht

Kontrolle, Unsterblichkeit, wie es beide gedacht

Einer gelang es, hat’s schon einmal getan

Und der Junge war nun wieder gefangen

 

In diesem Gefängnis war es schlimmer den je

Um ihn herum einen endlosen See

Schwarz und leer, und kalt dazu

Die Geister schrieen; doch er hörte nicht zu

 

Er schaute hinauf, zu seiner Rivalin

Ihre Nägel spitz und scharf wie Krallen

Sie blickte ihn an, wissend, verdräng’nd

Denn sie wussten beide, keiner durfte sterben

 

~~Und so sitzen sie da, kennen beide die Wahrheit

     Die ihr kurzes Leiden bestimmt

     Dieses Leben, geprägt von Feigheit

     Bis etwas anderes die Macht übernimmt...
26.9.07 22:16
 


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